Seit den 1970er-Jahren macht die Frauenbewegung ernst: Frauen in Geschichte und Gegenwart sollen sichtbar werden! Parallel dazu etablierte sich auch in der Theologie eine feministische Strömung. Sie schärfte das Bewusstsein für die Zusammenhänge von Überlieferung, Deutungshoheit und Machtstrukturen. Dies führte zu einer Suche nach marginalisierten Überlieferungen und zur bewussten Produktion von Artefakten, Kunstwerken und Texten aus feministischer Perspektive.
Aktuelle politische und religiöse Entwicklungen – exemplarisch in den USA – verdeutlichen, dass die Erkenntnisse und Forderungen der feministischen Theologie auch 50 Jahre später nicht selbstverständlich sind.
Die Fortbildung nimmt dies zum Anlass, um zu fragen:
Die Fortbildung erschliesst diese Fragen über das Medium der (bildenden) Kunst: Sie ist analytisches Instrument, Ausdrucksform für das Unaussprechliche, Inspiration für die eigene Arbeit und Archiv aus Geschichte und Gegenwart, um den oben gestellten Fragen nachzugehen.
Die Fortbildung ist als gemeinsame Lernreise von Mai bis September konzipiert. Die Teilnehmenden begegnen verschiedenen Projekten, Akteur:innen, Interventionen und Impulsen an analogen Orten in Zürich, Therwil und Dornach sowie in digitalen Formaten.
Ziel ist es, historische und gegenwärtige Perspektiven auf feministische Anliegen zu erschliessen und deren Potenzial für zukünftige kirchliche Praxis zu erkunden.
19.05.2026, 15.00–20.00 Uhr, Johanneskirche Zürich
Einführung feministische Theologie, Kunst und kirchliche Arbeit (Workshop und Vesperfeier)
03.06.2026, 20.00–21.30 Uhr, online
Salon Theologie Spezial “Maria Magdalena – ohne Kitsch und Klischee” mit Luzia Sutter Rehmann
19.06.2026, 16.00–21.30 Uhr, Photobastei und Karl*a d. Gr. Zürich
Ausstellungsbesuch nicht-christlich feministischer Kunst und Podium am KIN – das feministische Kunstfestival für mehr Verbindung
01.07.2026, 19.00–21.00 Uhr, online
Zwischenreflexion
25.09., 14.00 Uhr bis 26.09.2026 mit Mittagessen, Dornach und Therwil (1 Übernachtung im ehemaligen Kloster Dornach)
Frauen der Kirchengeschichte in zeitgenössische Formen von Kunst im kirchlichen Kontext; Reflexion: Übersetzung von Kunst in der Kirche in eine inklusive Form
4 Fortbildungstage
Es handelt sich um ein ökumenisches Kooperationsprojekt des TBI mit der Arbeitsstelle A+W, Aus- und Weiterbildung für Pfarrerinnen und Pfarrer für das evangelisch-reformierte Pfarramt; in Zusammenarbeit mit KIN – das feministische Kunstfestival für mehr Verbindung.
Die Anmeldung erfolgt über diesen Link.
Sollten Sie eine Teilnahmebestätigung als Fortbildung (4 Fortbildungstage) benötigen, melden Sie dies bitte an linda.fischer@tbi-zh.ch.
Die Veranstaltung ist eingeschränkt barrierefrei. Bei Interesse am Fortbildungskurs und entsprechenden Bedürfnissen mit Blick auf Zugänge, Wege etc. setzten Sie sich mit der Kursleitung (maria.lissek@tbi-zh.ch) in Verbindung. Gemeinsam schauen wir, dass Ihrer Teilnahme nichts im Weg steht.
19. Mai 2026 bis 26. September 2026
Bereichsleiterin Fort- und Weiterbildung TBI
Weiterbildungsbeauftragte A+W