Frauen in Führung
Das Mentoring-Programm der Bistümer Basel und St. Gallen
– in Kooperation mit dem Hildegardis-Verein Deutschland –
Inhalt
Frauen übernehmen Führung. Das Mentoring-Programm unterstützt sie dabei, ihre beruflichen Schritte zu klären, Leitungskompetenz zu entwickeln oder zu vertiefen und ihre Sichtbarkeit zu erhöhen. Die Bistümer Basel und St. Gallen beteiligen sich gemeinsam am zertifizierten Programm Kirche im Mentoring – Frauen steigen auf und eröffnen Frauen im kirchlichen Dienst den Zugang zu einem überdiözesanen Lern- und Entwicklungsfeld. Im Bistum Chur ist eine Beteiligung noch in Abklärung.
Frauen sind in kirchlichen Leitungsaufgaben weiterhin unterrepräsentiert. Mentoring wirkt nachweislich: Es stärkt Kompetenzen, erweitert Handlungsspielräume, strukturiert die eigene Laufbahnplanung und fördert eine geschlechtergerechte Organisationskultur. Das Programm verbindet Personalentwicklung, Reflexion und Netzwerkbildung.
Das Mentoring dauert zwölf Monate. Eine Mentee und eine erfahrene Führungsperson (Mentor:in) bilden ein Tandem, das bistumsübergreifend zusammengestellt wird. Die Begleitung erfolgt durch Seminare, Intervision, Online-Formate und ein eigenes Praxisprojekt.
Elemente des Programms:
- Tandemarbeit mit regelmässigen Gesprächen (ca. 1–2 Stunden pro Monat)
- Drei zentrale Seminare (je dreitägig, für Mentor:innen zwei Seminare):
- Führung und Aufstieg
- Wirkung und Selbstwirksamkeit (nur Mentees)
- Führen als Frau
- Praxisorientiertes Mentee-Projekt zur Erhöhung der Sichtbarkeit und Erprobung von Leitungshandeln
- Intervisionsgruppen zur kollegialen Beratung
- Online-Kurse zu Führung, Kommunikation und Selbstmanagement
Die Struktur entspricht den Qualitätsstandards des Hildegardis-Vereins und der Deutschen Gesellschaft für Mentoring.
- Klärung der eigenen beruflichen Ziele
- Systematische Arbeit an Wirkung, Entscheidungsfähigkeit und Kommunikationsverhalten
- Rückmeldungen zu Führungskompetenzen und Stärken
- Einblick in kirchliche Leitungspraxis verschiedener Bistümer
- Aufbau eines tragfähigen Netzwerks von Mentees und Führungskräften
- Erprobung von Verantwortung im eigenen Praxisprojekt
- Beitrag zur Förderung weiblicher Führungskräfte
- Reflexion und Weiterentwicklung des eigenen Führungsstils
- Erweiterung des überdiözesanen Netzwerks
- Stärkung einer lernorientierten und geschlechterbewussten Führungskultur
- Interesse an beruflicher Weiterentwicklung und Führungsverantwortung
- Bereitschaft, Ziele zu formulieren und im Tandem konsequent zu bearbeiten
- Offenheit für Rückmeldungen zu Fähigkeiten, Wirkung und Entscheidungsoptionen
- Bereitschaft zu regelmässiger Teilnahme an Gesprächen, Seminaren und Intervision
- Mut, Neues zu erproben und Verantwortung zu übernehmen
Die Teilnahme steht Frauen offen, die in kirchlichen Organisationen tätig sind oder Führungsverantwortung übernehmen möchten. Auch Mentor:innen aus Kirche, Caritas, Bildung und Verwaltung sind eingeladen, ihre Erfahrung weiterzugeben.
Formale Anforderungen der Bistümer werden separat kommuniziert.
Pilot-Durchführung 2026/2027 der Bistümer Basel und St. Gallen
Das Kennenlerntreffen der Mentees und Mentorinnen fand am 9. Februar 2026 in Zürich statt. Dabei konnten vier bistumsübergreifende Tandems für den Pilotdurchgang gebildet werden. Die Kosten für die Teilnahme werden von den Bistümern Basel und St. Gallen getragen. Nach Abschluss des Programms erfolgt eine Auswertung und Evaluation. Im Anschluss wird über die Ausschreibung des nächsten Durchgangs informiert.
Kontakt
Bistum Basel: Donata Tassone-Mantellini
Bistum St. Gallen: Damian Kaeser-Casutt
Koordination: Theologisch-pastorales Bildungsinstitut TBI
Für Fragen zur Teilnahme wenden Sie sich an die Ansprechpersonen Ihres Bistums.
Weiterführende Informationen
Programmprofil des Hildegardis-Vereins: www.kirche-im-mentoring.de
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- Marlen Schärer, Steinhausen
- Studierende im Studiengang Theologie, Abschluss 2022