Für die Philosophie ist Freiheit eines der zentralsten Themen überhaupt, während Stimmen aus den Neurowissenschaften und der Psychologie die Freiheit des Menschen grundsätzlich in Frage stellen.
Die Bibel ist voller Befreiungserzählungen. Im Neuen Testament heisst es: «Zur Freiheit hat uns Christus befreit!» Doch steht nicht alles, was mit Kirche und Religion zu tun hat, in Verdacht, einzuengen, zu kontrollieren, zu unterdrücken?
Am besten soll doch einfach jeder und jede für sich selbst entscheiden, wie er oder sie leben will, solange man anderen nicht schadet. Ist dies aber in einer hochgradig vernetzten Welt möglich, in der meine Entscheidungen unweigerlich auch Auswirkungen auf andere haben? Hinzu kommen auch meine eigenen inneren Zwiespälte. Wie kann ich unter diesen Bedingungen überhaupt noch gut entscheiden?
Dieses breite Panorama spiegelt wider, wie spannungsreich und komplex, und gleichzeitig wie vielseitig, tief und staunenswert das Leben ist.
Mit viel Raum zum Diskutieren über Gehörtes und Nachdenken über eigene Erfahrungen tauchen wir an vier Matineen ein in ausgewählte Themen und Fragen, die an das Jahresthema 2026 im Seelsorgeraum Bern-Süd «Wie gelingt das Wir zwischen dir und mir? Zur Freiheit berufen (vgl. Gal 5,13)» anknüpfen. Dazu animieren uns Impulse aus der Bibel, Kunst, Spiritualität, Theologie, Ethik und anderen Quellen.
folgt
13. Oktober 2026
studierte Theologie, Anglistik und Filmwissenschaft in Fribourg, Manila und Zürich, war mehrere Jahre Hochschulseelsorger an der katholischen Hochschulgemeinde Zürich und arbeitet aktuell in der Pfarreiseelsorge in Bern.