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TBI Kirchliche Weiterbildung

Forum Kirchenentwicklung Deutschschweiz

12. Juni

KIRCHE NACH DER PFARREI

Auf der Suche nach neuen Räumen kirchlichen Lebens

Der Kurs ist ausgebucht und es wird eine Warteliste geführt.

ERSTES FORUM KIRCHENENTWICKLUNG DEUTSCHSCHWEIZ

Umbruch oder Aufbruch, Abbruch oder Aufwind, Altes bewahren oder Neues wagen? – Die Kirche ist in Entwicklung und ihre Richtung hängt von jenen ab, die das Heute und den Weg gestalten. Viele von ihnen machen die Erfahrung, dass das traditionelle Pfarrei-Prinzip die Pastoral nicht mehr trägt. Dieser Herausforderung ist das erste Forum Kirchenentwicklung Deutschschweiz gewidmet. Unter dem Titel «Kirche nach der Pfarrei – Auf der Suche nach neuen Räumen kirchlichen Lebens» wollen wir uns der Veränderung aktiv und mutig nähern. Mit Impulsreferaten und Arbeitsphasen soll an diesem Tag darüber nachgedacht, diskutiert, gerungen, visioniert und konturiert werden, wie eine Kirche nach der Pfarrei neue Räume des Glaubens bilden kann.

  • Studierende und Auszubildende in kirchlichen Berufen
  • kirchliche Mitarbeitende
  • Pfarreiräte, Pastoralräte
  • Verantwortliche in Pastoral, Kirchgemeinden und Kantonalkirchen

«Forum» aus dem Lateinischen bedeutet so viel wie Marktplatz und Versammlungsort. Dieses Wort ist für den Tag Programm: Am 12. Juni 2026 stehen Motivation und Tun im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden werden an diesem Tag die Akteur:innen sein. Auf einem Markt von Möglichkeiten begegnen sie einander und arbeiten gemeinsam an Szenarien einer Kirche von Morgen. Dafür braucht es nichts weiter als Offenheit, Kreativität und Ideen aus der und für die Praxis.

Die Teilnehmenden:

  • können zentrale Herausforderungen und Veränderungsprozesse erkennen und diese theologisch, pastoral sowie soziologisch reflektiert einordnen.
  • können verschiedene Modelle und Beispiele neuer kirchlicher Formen beschreiben und deren Nutzen und Grenzen für die eigene pastorale Praxis beurteilen.
  • können in kollegialen Arbeitsformaten konkrete Zukunftsszenarien für eine Kirche nach der Pfarrei entwickeln und erste Umsetzungsschritte gestalten.

Vormittag

  • Kirche nach der Pfarrei – Trends & Fakten
  • Ateliers (Workshops):
    • Erprobungsräume (Anika Trütsch)
    • Art of Hosting (Damian Kaeser-Casutt)
    • Effectuation (Eugen Trost)
    • Grosse Exerzitien im Alltag (Hildegard Aepli)
    • Palliative Care Netzwerk Aargau (Stefan Hertrampf)
    • Digitalität (Jutta Achhammer Moosbrugger)

 

Nachmittag

  • Neue Räume kirchlichen Lebens gestalten (Laboratorien)
  • Synodalität und Kirchenentwicklung: Eine Vertiefung mit Prof. Dr. Klara-Antonia Csiszar (Linz)

 

Das ausführliche Programm wird nach Anmeldeschluss bekannt gegeben.

(1) Erproben erwünscht – Erprobungsräume für die Kirche von morgen

Wünschen wir uns nicht alle volle Vorabendmessen, lebendige Vereine und freundschaftliche Verbindungen fürs Leben? Die Realität jedoch zeigt ein anderes Bild: weniger Kolleginnen und Kollegen, leere Kirchenbänke und immer weniger Freiwillige, die sich engagieren. Wie können wir als Seelsorgerinnen und Seelsorger das kirchliche Leben zukunftsgemäss mitgestalten? In diesem Workshop wollen wir mit Hilfe des Ansatzes der Erprobungsräume Möglichkeiten ausloten – praxisnah, partizipativ und kontextsensibel.

Referentin: Anika Trütsch MTh, Seelsorgerin in der Pfarrei Stäfa, Forschungsmitarbeiterin an der Theologischen Hochschule in Chur

 

(2) Art of Hosting – Haltungen und Methoden auf dem Weg zu intelligenten und weitsichtigen Lösungen

Transformation aktiv gestalten bedingt eine gute Qualität unserer Begegnungen. AoH ist Haltung und Handwerk, um Begegnungen und Räume bewusst und wirkungsvoll zu gestalten. Mit den wesentlichen Fragen ehrlich in den Dialog zu gehen, um mit neuen Perspektiven auf komplexe Herausforderungen gemeinsam Antworten zu finden, auch jenseits geprägter Bilder und Strukturen.

Referent: Damian Kaeser-Casutt, Leiter Personalamt Bistum St. Gallen

 

(3) Effectuation – Zukunftsgestaltung, wenn die Zukunft nicht vorhersehbar ist

Was für Schritte können wir tun, wenn Analysen und Reflexionen keine brauchbaren Ziele erzeugen, wenn die die wir ansprechen, unerwartet reagieren und unser Erfahrungsschatz nicht mehr gemeinschaftstauglich, zukunftsfähig und nachhaltig wirken? Das Effectuation-Modell ersetzt unser übliches Prozessmodell der kausalen Logik (Anlyse-Entscheidung-Planung-Ressourcenbeschaffung-Umsetzung). Es konzentriert sich darauf, was wir mit vorhandenen Mitteln direkt gestalten können. Statt Planung steht das Machbare im Mittelpunkt; statt Erfolg zählt der kalkulierbare Verlust zugunsten neuer Chancen und es setzt auf neue Partnerschaften. Wie dieses Modell Kirchenplanung inspirieren könnte, erfahren wir im Workshop.

Referent: Eugen Trost, Theologe und Soziokultureller Animator, freischaffender Coach für soziokulturelle Projekte und Gemeindeaufbau

(4) Glaubenskommunikation jenseits der Pfarrei – Grosse Exerzitien im Alltag Deutschschweiz

Was mit dem Exerzitienbüchlein des Ignatius vor Jahrhunderten als Einübung in individuelle Glaubenswege begann, wächst bis heute über alle Strukturen hinaus. Die Grossen Exerzitien im Alltag 2025/26 in der Schweiz zeigen, wie bewährte Formen neue Zugänge zu Glaubenswegen jenseits des Territorialprinzips eröffnen können.

Referentin: Hildegard Aepli, Seelsorgerin im Bistum St.Gallen, geistliche Begleiterin und Exerzitienleiterin

 

(5) Das Palliativ Care Netzwerk Aargau – Diakonie in Kooperation mit dem Gesundheitswesen

Das Palliativ-Care-Netzwerk im Aargau ist tief im Gesundheitswesen verankert und setzt zugleich auf seelsorgliche Professionalität von Freiwilligen aus den Kirchen. Das eröffnet Handlungsräume für professionelle Freiwilligenarbeit in einer Kernfrage der Diakonie. Davon profitieren Klient:innen, Gesundheitswesen und die Gesellschaft, Freiwillige und Kirchen gleichermassen.

Referent: Stefan Hertrampf, Seelsorger Spital und Pflegeheim, Dozent für Ethik und Spiritualität in der Ausbildung von Freiwilligen und Berufsleuten

 

(6) Glaubenskommunikation persönlich und öffentlich im virtuellen Raum

Glaubenskommunikation findet zunehmend im virtuellen Raum statt. Digitale Formen wie Social Media (oder neu auch KI) ermöglichen besondere Chancen für Kontaktaufnahme und Begegnung sowie andersartige Sozialräume. Das hat Auswirkungen auf persönliche Glaubenswege, aber auch auf kirchlich-pastorale Strukturen und die Begründungsmuster von Theologie.

Referentin: Jutta Achhammer Moosbrugger, Pastoralverantwortliche Bistum Basel

Theologisch-pastorales Bildungsinstitut TBI, Schweizerisches Pastoralsoziologisches Institut SPI, Pastoralinstitut der Theologischen Hochschule Chur, Bistümer Basel, Chur, Deutschfreiburg, Sitten und St. Gallen, Pastoralamtsleitungskonferenz PAL der Deutschschweizerischen Ordinarienkonferenz DOK

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Ort

Veranstaltungszentrum Paulus Akademie

Pfingstweidstrasse 28
Zürich, 8005

Daten

12. Juni 2026

Kursleitung

siehe Kooperation

Kurskosten / Leistungen

CHF 160.- Normalpreis (inkl. Tagesverpflegung) | CHF 120.- Studierende und Auszubildende (inkl. Tagesverpflegung)

Hinweise

Der Kurs ist ausgebucht und es wird eine Warteliste geführt.

Anmeldeschluss

12/05/2026