Die katholische Kirche war und ist eine Institution, in der sexualisierte Gewalt in besonderem Maße geschah und teilweise weiterhin geschieht. Eine zentrale Rolle im Zuge der Aufarbeitung spielt dabei das kirchliche Strafrecht: Über lange Zeit wurde es höchstens selektiv angewandt oder gar vollständig ignoriert und ist so selbst Teil der Problematik geworden.
Der Vortrag analysiert die ambivalente Rolle des kirchlichen Strafrechts: Kann es heute Transparenz, Verantwortung und Gerechtigkeit fördern – oder bleibt es ein Instrument der Selbstabsicherung kirchlicher Macht?
